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Zeckenmittel für Tiere: Nur Gift wirkt

Lenny 2Zecken sind nicht nur lästig, sie übertragen auch gefährliche Krankheiten. Der österreichische Konsumentenschutzverein VKI hat getestet, welcher Zeckenschutz bei Haustieren wirklich hilft. Das Ergebnis: Nur Nervengifte schützen zuverlässig, natürliche Mittel bringen wenig.
Der VKI untersuchte die Wirkung von Zeckenschutzmitteln im Labor, damit kein Haustier zu Schaden kommt. Versuchszecken wurden dem jeweiligen Präparat ausgesetzt und dann erhoben, wie viele der Blutsauger überlebten bzw. wie weit sie sich von dem Präparat entfernt hatten. Unter den 20 untersuchten Produkten waren sieben Halsbänder, zwölf Lösungen zum Auftragen, sogenannte Spot-ons, und eine Bernsteinkette. Acht Bänder bzw. Spot-ons sollten die Zecken abtöten, zwölf Repellents sollten sie nur fernhalten. Die Preise lagen zwischen 3,60 Euro und 44,56 Euro.
„Zuverlässig wirksam waren im Test nur Präparate, die Nervengifte enthalten“, so Angela Tichy, Testleiterin beim VKI. Alle diese Produkte töteten 95 Prozent der Laborzecken innerhalb von 48 Stunden. Fünf dieser Präparate wirkten sogar sehr schnell, was das Risiko von Krankheitsübertragungen zusätzlich verringert. Halsbänder mit der Bewertung „schnell wirksam“ waren Bolfo Zecken-und Flohschutzband braun, Kiltix Halsband, Seresto Halsband bis 8 kg. Schnell wirksame Spot-ons waren EXSPOT 715 mg/ml Lösung zum Auftragen und Vectra 3D Lösung zum Auftragen Hund 1,5-4 kg. Zeckenmittel, die Nervengifte enthalten, sind verschreibungspflichtige Medikamente, die nur über Tierärzte erhältlich sind. „Wie alle wirksamen Medikamente haben sie auch Nebenwirkungen, die aber selten auftreten“, so Tichy.
Bernstein und Geruchsstoffe schrecken nicht ab
Glatt durchgefallen ist im Test die Bernsteinkette. Sie war zum Schutz vor Zecken völlig wirkungslos. Natürliche Mittel mit Geraniol und Margosa (Neem) erwiesen sich ebenfalls als unwirksam. Lösungen zum Auftragen, die die Bewertung „nicht wirksam“ erhielten: Anicosa P2 Spot on, cdVet Abwehrkonzentrat mild, Frento Floh & Zecken Tropfen, Husse FÄSTING MINUS Konzentrat, PETVITAL Verminex flüssig. Halsbänder mit der Bewertung „nicht wirksam“: Bio Schutz Ungezieferband Leder, Dein Bestes Ungeziefer Halsband, Frento Schutzhalsband wasserfest.
Die Repellents rochen zwar unangenehm, im Test versagten sie jedoch bei der Zeckenabwehr. „Für Haustiere sind diese Produkte aber trotzdem nicht harmlos“ so Tichy. Wie bei Medikamenten könne es auch bei natürlichen, pflanzlichen Substanzen allergische Reaktionen und Hautveränderungen geben.
Nicht vom VKI getestet: Die Kautablette
Vom VKI-Testlabor in eine Tierarztpraxis in Niederösterreich: Tierärztin Eva Janzic weiß aus ihrer Erfahrung, dass sich Zecken vom Geruch nicht abschrecken lassen. „Stellen Sie sich vor, Sie sind ausgehungert. Dann werden Sie trotzdem in ein Knoblauchkotelett beißen, auch wenn Sie keinen Knoblauch mögen“, so Janezic. Auch hungrige Zecken würden sich von Knoblauch- oder Kokosduft am Hund nicht abhalten lassen.
In ihrer Tierarztpraxis empfiehlt die Medizinerin Tabletten zum Schutz vor Zecken. Die Kautablette würde Zecken zuverlässig abtöten, sei drei Monate lang wirksam und werde gut vertragen, so Janezic, die an dem VKI-Test nicht beteiligt war. Die Tablette hätte den Vorteil, dass Besitzer nicht mit dem Gift in Kontakt kommen und die Wirkung erhalten bleibt, auch wenn Hunde oft ins Wasser gehen. Ihrer Erfahrung nach seien Zecken gegen den darin enthaltenen Wirkstoff noch nicht resistent. Der VKI hat diese Tabletten allerdings nicht getestet. „Egal welches Medikament Sie verwenden, am wichtigsten ist, dass das Haustier überhaupt geschützt wird“, so Janezic.
Vorsicht bei der Anwendung
Der VKI empfiehlt, sich bei der Wahl des passenden Mittels vom Tierarzt beraten zu lassen. Nicht jedes Präparat ist für Hunde und Katzen gleich gut geeignet, manche Spot-ons sind für Katzen giftig. Vorsicht sei auch geboten, wenn mehrere Tiere im selben Haushalt leben, damit sie den Wirkstoff nicht ablecken können. Konsumentenschützerin Tichy rät, beim Auftragen der Mittel Handschuhe zu tragen und die Stelle am Tier erst zu berühren, wenn der Wirkstoff eingetrocknet ist. Wenn Kinder im Haushalt leben, sollte man nach Ansicht von Tierärztin Janezic überhaupt auf Zeckenhalsbänder verzichten und lieber zu anderen Präparaten greifen.
Rund 60 Euro kostet ein wirksamer Zeckenschutz für einen mittelschweren Hund über das ganze Jahr gerechnet. Hauptsaison für die Blutsauger sind Frühling und Herbst.

Quelle: ORF-Konsumentenschutzmagazin help
Österreichischer Verein für Konsumenteninformation (VKI)

Tierärztin Eva Janzic (Niederösterreich im ORF)

Zecken bedrohen auch unsere Haustiere

HaustiereJetzt im späteren Frühjahr ist die Gefahr eines Zeckenbefalls besonders groß. Die kleinen Blutsauger werden mit steigenden Temperaturen immer aktiver und lauern im Unterholz. Nach einem langen Winter sind sie ausgehungert und machen sich auf die Suche nach ihrer ersten Vampirmahlzeit des Jahres. Es herrschen Idealbedingungen für das „gefährlichste Tier der Welt“ – die Zecke. Wie der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen betont, haben die kleinen Sauger inzwischen auch den Norden und die Städte erobert. Die blutsaugenden Parasiten übertragen bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger.
Für Menschen ist besonders die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die von Zecken übertragen wird, gefährlich. Hunden drohen ebenfalls zahlreiche Erkrankungen nach einem Zeckenbiss: Borreliose, FSME, Ehrlichiose, Babesiose und Anaplasmose. Halter sollten ihre Tiere deshalb nach jedem Spaziergang nach den Parasiten absuchen und sie schnell entfernen. Bei plötzlich auftretenden Erkrankungen sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden.
Manche der für Hunde geeignete Medikamente sind für Katzen lebensbedrohlich. Zudem sind Katzen zwar vor Zecken besser geschützt, sie stellen jedoch eine größere Übertragungsgefahr für Menschen und besonders Kinder dar. Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen bei Katzen nicht angewendet werden, unterstreicht der Bund Deutscher Tierfreunde. Die bei Hunden gut verträgliche Substanz ist für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff wegen eines Enzymmangels nicht abbauen können. In der Gebrauchsinformation permethrinhaltiger Floh- und Zeckenmittel wird auf diese Unverträglichkeit des Arzneimittels für Katzen hingewiesen.
Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts erhöhen Katzen als Haustiere das Risiko für eine Borreliose-Infektion mehr als es Hunde tun. Möglicherweise geraten Zecken, die das Haustier trägt, an Kinder, wenn sie mit ihm schmusen. Bereits sieben Prozent der 14– bis 17-Jährigen sind demnach mindestens einmal von einer infizierten Zecke gebissen worden. Etwa 30 Prozent der Zecken sollen nach Schätzungen mit Borreliose infiziert sein. Eine genaue Übersicht über die Häufigkeit der Erkrankungen bei Haustieren, die durch Zeckenbisse ausgelöst wurden, gibt es nicht, teilt der Bund Deutscher Tierfreunde mit. Man geht jedoch davon aus, dass je nach Region fünf bis zehn Prozent aller Hunde mit Borrelien infiziert sind. Katzen werden anders als Hunde wesentlich seltener durch Zeckenstiche krank. Ein Grund dafür könnte die intensive Fellpflege sein, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.
Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Wirksamkeit von 20 Präparaten getestet, hauptsächlich Halsbänder und Lösungen zum Auftropfen. „Zuverlässig wirksam waren im Test nur Präparate, die Nervengifte enthalten“, so Angela Tichy, Testleiterin beim VKI. Zeckenmittel, die Nervengifte enthalten, sind verschreibungspflichtige Medikamente, die nur über Tierärzte erhältlich sind. Der VKI empfiehlt, sich bei der Wahl des passenden Mittels vom Tierarzt beraten zu lassen. Nicht jedes Präparat sei für Hunde und Katzen gleich gut geeignet, manche Spot-ons sind für Katzen sogar giftig. Vorsicht sei auch geboten, wenn mehrere Tiere im selben Haushalt leben, damit sie den Wirkstoff nicht ablecken können. Der Bund Deutscher Tierfreunde rät in jedem Fall zum Besuch eines Tierarztes oder eines Fachgeschäftes mit Beratung.

Quelle: Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

Manche Zeckenmittel sind für Katzen lebensbedrohlich

IMG_3771Der milde Winter, feuchter Frühling und in den nächsten Tagen warme Temperaturen: Idealbedingungen für das „gefährlichste Tier der Welt“ – die Zecke. Damit steigt auch die Gefahr durch Zecken – nicht nur für Menschen, sondern auch für unsere Haustiere, warnt der Bund Deutscher Tierfreunde. Wie der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen betont, haben die kleinen Sauger inzwischen auch den Norden und die Städte erobert. Die blutsaugenden Parasiten übertragen bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger.
Für Menschen ist besonders die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die von Zecken übertragen wird, gefährlich. Hunden drohen ebenfalls zahlreiche Erkrankungen nach einem Zeckenbiss: Borreliose, FSME, Ehrlichiose, Babesiose und Anaplasmose. Halter sollten ihre Tiere deshalb nach jedem Spaziergang nach den Parasiten absuchen und sie schnell entfernen. Bei plötzlich auftretenden Erkrankungen sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden. Auch gibt es vorbeugende Mittel für Hunde.
Katzen freiManche für Hunde geeignete Medikamente sind jedoch für Katzen lebensbedrohlich. Zudem sind Katzen zwar vor Zecken besser geschützt, sie stellen jedoch eine größere Übertragungsgefahr für Menschen und besonders Kinder dar. Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen bei Katzen nicht angewendet werden, unterstreicht der Bund Deutscher Tierfreunde. Die bei Hunden gut verträgliche Substanz ist für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff wegen eines Enzymmangels nicht abbauen können. In der Gebrauchsinformation permethrinhaltiger Floh- und Zeckenmittel wird auf diese Unverträglichkeit des Arzneimittels für Katzen hingewiesen.
Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts erhöhen Katzen als Haustiere das Risiko für eine Borreliose-Infektion mehr als es Hunde tun. Möglicherweise geraten Zecken, die das Haustier trägt, an Kinder, wenn sie mit ihm schmusen. Bereits sieben Prozent der 14– bis 17-Jährigen sind demnach mindestens einmal von einer infizierten Zecke gebissen worden. Etwa 30 Prozent der Zecken sollen nach Schätzungen mit Borreliose infiziert sein. Eine genaue Übersicht über die Häufigkeit der Erkrankungen bei Haustieren, die durch Zeckenbisse ausgelöst wurden, gibt es nicht, teilt der Bund Deutscher Tierfreunde mit. Man geht jedoch davon aus, dass je nach Region fünf bis zehn Prozent aller Hunde mit Borrelien infiziert sind. Katzen werden anders als Hunde wesentlich seltener durch Zeckenstiche krank. Ein Grund dafür könnte die intensive Fellpflege sein, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.
Am besten ist es, Zeckenbisse – also die Übertragung von Krankheiten durch Zecken – durch Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Beispiel Tragen körperbedeckender Kleidung, Verwendung von abwehrenden Mitteln und Meiden von Unterholz und hohem Gras zu vermeiden. Auch sollte die Haut auf Zecken abgesucht werden. Menschen können sich zudem zumindest gegen FSME impfen lassen. Für Tiere stehen verschiedene Tierarzneimittel mit lang anhaltender Wirkung zur Abwehr von Zecken zur Verfügung. Der Bund Deutscher Tierfreunde rät zum Besuch eines Tierarztes oder eines Fachgeschäftes mit Beratung.

Quelle: Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

Haustiere brauchen auch im Winter Schutz vor Parasiten

DSC00609 - Kopie - KopieAuch während der kalten Jahreszeit ist für Hunde und freilaufende Katzen ein Schutz vor Flöhen und Zecken notwendig. Der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen betont, dass Flöhe das ganze Jahr über aktiv sind und Zecken aktiv werden, sobald es mehr als etwa fünf Grad warm ist. Gerade in milden Wintern wie dem diesjährigen sollten deshalb Floh- und Zeckenschutzmittel durchgehend eingesetzt werden.
Viele Parasiten können lebensgefährliche Erkrankungen übertragen und einige davon lassen sich nicht wirklich behandeln. Deshalb sollte auf den Schutz nicht verzichtet werden, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass manche für Hunde geeignete vorbeugende Mittel für Katzen lebensbedrohlich sein können. Zudem sind Katzen zwar vor Zecken besser geschützt, sie stellen jedoch eine größere Ansteckungsgefahr für Menschen und besonders Kinder dar.
Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen bei Katzen nicht angewendet werden, unterstreicht der Bund Deutscher Tierfreunde. Die bei Hunden gut verträgliche Substanz ist für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff wegen eines Enzymmangels nicht abbauen können. In der Gebrauchsinformation permethrinhaltiger Floh- und Zeckenmittel wird auf diese Unverträglichkeit des Arzneimittels für Katzen hingewiesen.
In Europa ist die Schildzecke, auch „Gemeiner Holzbock“ genannt, die häufigste vorkommende Zeckenart. Zecken wurde gerade zum gefährlichsten Tier Europas gewählt. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist beim Menschen die bekannteste durch Zecken übertragene Viruserkrankung. Sie wird durch Viren verursacht, die beim Stich durch infizierte Zecken übertragen werden und das Gehirn befallen können. Die Borreliose oder Lyme-Krankheit ist eine weitere Infektionskrankheit, die bei Menschen, Säugetieren und Vögeln auftreten kann.
Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts erhöhen Katzen als Haustiere das Risiko für eine Borreliose-Infektion mehr als es Hunde tun. Möglicherweise geraten Zecken, die das Haustier trägt, an Kinder, wenn sie mit ihm schmusen. Bereits sieben Prozent der 14– bis 17-Jährigen sind demnach bereits mindestens einmal von einer infizierten Zecke gebissen worden. Eine genaue Übersicht über die Häufigkeit der Erkrankungen bei Haustieren, die durch Zeckenbisse ausgelöst wurden, gibt es nicht, teilt der Bund Deutscher Tierfreunde mit. Man geht jedoch davon aus, dass je nach Region fünf bis zehn Prozent aller Hunde mit Borrelien infiziert sind. Katzen werden anders als Hunde wesentlich seltener durch Zeckenbisse krank. Ein Grund dafür könnte die intensive Fellpflege sein, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.
Am besten ist es, Zeckenbisse – also die Übertragung von Krankheiten durch Zecken – durch Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Beispiel Tragen körperbedeckender Kleidung, Verwendung von abwehrenden Mitteln und Meiden von Unterholz und hohem Gras zu vermeiden. Auch sollte die Haut auf Zecken abgesucht werden. Menschen können sich zudem zumindest gegen FSME impfen lassen. Für Tiere stehen verschiedene Tierarzneimittel mit lang anhaltender Wirkung zur Abwehr von Zecken zur Verfügung. Der Bund Deutscher Tierfreunde rät zum Besuch eines Tierarztes oder eines Fachgeschäftes mit Beratung.

Quelle: Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

Zecken nutzen Katzen als „Transporter“

LennyNicht im Hochsommer, sondern bei Temperaturen zwischen zehn und 25 Grad entwickeln sich Zecken prächtig – also genau jetzt im Frühjahr. Damit steigt auch die Gefahr durch Zecken – nicht nur für Menschen, sondern auch für unsere Haustiere, warnt der Bund Deutscher Tierfreunde. Wie der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen betont, können manche für Hunde geeignete vorbeugende Mittel für Katzen lebensbedrohlich sein. Zudem sind Katzen zwar vor Zecken besser geschützt, sie stellen jedoch eine größere Übertragungsgefahr für Menschen und besonders Kinder dar.

Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen bei Katzen nicht angewendet werden, unterstreicht der Bund Deutscher Tierfreunde. Die bei Hunden gut verträgliche Substanz ist für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff wegen eines Enzymmangels nicht abbauen können. In der Gebrauchsinformation permethrinhaltiger Floh- und Zeckenmittel wird auf diese Unverträglichkeit des Arzneimittels für Katzen hingewiesen.

In Europa ist die Schildzecke, auch „Gemeiner Holzbock“ genannt, die häufigste vorkommende Zeckenart. Und sie leben schon längst nicht mehr nur in Wäldern oder auf Wiesen, sondern haben die Städte erobert. Zecken wurden auch deshalb zum „gefährlichsten Tier Europas“ gewählt. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist beim Menschen die bekannteste durch Zecken übertragene Viruserkrankung. Sie wird durch Viren verursacht, die beim Stich durch infizierte Zecken übertragen werden und das Gehirn befallen können. Die Borreliose oder Lyme-Krankheit ist eine weitere Infektionskrankheit, die bei Menschen, Säugetieren und Vögeln auftreten kann.

Nach einer Studie des Robert-​​Koch-​​Instituts erhöhen Katzen als Haustiere das Risiko für eine Borreliose-​​Infektion mehr als es Hunde tun. Möglicherweise geraten Zecken, die das Haustier trägt, an Kinder, wenn sie mit ihm schmusen. Bereits sieben Prozent der 14– bis 17-Jährigen sind demnach mindestens einmal von einer infizierten Zecke gebissen worden. Eine genaue Übersicht über die Häufigkeit der Erkrankungen bei Haustieren, die durch Zeckenbisse ausgelöst wurden, gibt es nicht, teilt der Bund Deutscher Tierfreunde mit. Man geht jedoch davon aus, dass je nach Region fünf bis zehn Prozent aller Hunde mit Borrelien infiziert sind. Katzen werden anders als Hunde wesentlich seltener durch Zeckenstiche krank. Ein Grund dafür könnte die intensive Fellpflege sein, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.

Am besten ist es, Zeckenbisse – also die Übertragung von Krankheiten durch Zecken – durch Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Beispiel Tragen körperbedeckender Kleidung, Verwendung von abwehrenden Mitteln und Meiden von Unterholz und hohem Gras zu vermeiden. Auch sollte die Haut auf Zecken abgesucht werden. Menschen können sich zudem zumindest gegen FSME impfen lassen. Für Tiere stehen verschiedene Tierarzneimittel mit lang anhaltender Wirkung zur Abwehr von Zecken zur Verfügung. Der Bund Deutscher Tierfreunde rät zum Besuch eines Tierarztes oder eines Fachgeschäftes mit Beratung.