Archiv für den Monat: Dezember 2014

Bund Deutscher Tierfreunde gibt tierische Silvester-Tipps

hundkopf größerLautes und buntes Feuerwerk mit Krachern, Raketen, Wunderkerzen – für viele Menschen gehören sie zu einem fröhlichen Jahreswechsel dazu. Für unsere Haustiere und viele Wildtiere sind die letzten Tage des Jahres dagegen mit viel Stress und teilweise Panik verbunden. Der Bund Deutscher Tierfreunde bittet deshalb um Rücksicht auf die Tiere in diesen Tagen. Gerade Eltern sollten auch an ihren Nachwuchs appellieren, bei der Knallerei Rücksicht auf Tiere zu nehmen, bat der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp Lintfort.

 

Häufig reagieren die Tiere in Panik, manchmal auch mit körperlichen Folgen wie beispielsweise Durchfall. Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. hat Tipps zusammengestellt, wie Heimtiere die Silvesternacht möglichst unbeschadet überstehen können. Am wichtigsten: Am Silvestertag und besonders in der Nacht sollten weder Hunde noch Katzen nach draußen gelassen werden, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.

 

Katzen, Kleintiere oder Vögel überstehen die laute Nacht am besten, wenn sie in einem ruhigen Zimmer mit geschlossenen und verdunkelten Fenstern untergebracht werden können. Fürsorgliche Tierhalter bleiben in der Silvesternacht bei ihren vierbeinigen Hausgenossen oder organisieren eine zuverlässige Betreuung. Auf keinen Fall sollten die Tiere Silvester allein zu Hause bleiben, rät der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

 

Speziell Hunde sollten bereits an den Tagen vor Silvester in bewohnten Gebieten nur noch an der Leine Gassi gehen. Plötzlich gezündete Knallkörper können sie so aufschrecken, dass sie in Panik davonlaufen. Der Bund Deutscher Tierfreunde appellierte an alle Freunde der lauten Böllerei, dass Zünden von Feuerwerkskörper zumindest nur auf die Silvesternacht zu beschränken und nicht auch an den anderen Tagen die Tiere zu verschrecken.

 

In der Nähe ihrer Menschen fühlen sich Hunde am sichersten. Trotzdem sollten sie während des Feuerwerks um Mitternacht keinesfalls mit ins Freie genommen werden – die anhaltende Knallerei ist für sie eine riesige Belastung. Außerdem kann der Schwefeldampf aus gezündeten Knallkörpern ihre Schleimhäute stark reizen.

 

Achtung: Ängstliche Hunde sollten nicht getröstet werden, sie fühlen sich dadurch in ihrer Panik noch bestärkt. Hundehalter sollten ruhig und gelassen bleiben und die Furcht des Hundes ignorieren – so überträgt sich die Gelassenheit auf das Tier, rät der Bund Deutscher Tierfreunde. Bei Tieren, die extrem ängstlich sind, hat sich der Einsatz sanfter Beruhigungsmittel bewährt, Tierärzte halten entsprechende Präparate bereit.

 

Die Silvesterknallerei belastet auch die wild lebenden Tiere in Wald. Daher sind Feuerwerke an Waldrändern, -lichtungen oder in Parkanlagen zu vermeiden. Wer einen Beitrag zum Tier- und Naturschutz leisten möchte, sollte einfach auf Raketen und Feuerwerkskörper verzichten – das so gesparte Geld kann auch anders eingesetzt werden, rät der Bund Deutscher Tierfreunde.

 

Und noch ein Tipp auch für „ruhige“ Bräuche: Beim Bleigießen etwa sollten Tierhalter darauf achten, dass ihr Tier auf gar keinen Fall mit dem verwendeten Wasser in Berührung kommt, da sonst schwere Bleivergiftungen drohen könnten.

Tiere sind keine Last-Minute-Geschenke

Tiere und besonders kleine Haustiere wie Hamster, Meerschweinchen, Hasen oder Vögel sind als Last-Minute-Weihnachtsgeschenke völlig ungeeignet. Der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) rät gerade jetzt vor Weihnachten: Erst denken, dann schenken, denn Tiere sind keine sinnvollen Weihnachtsgeschenke. Deshalb verzichten auch die Tierherbergen des BDT beispielsweise in Kamp-Lintfort vorübergehend auf vorweihnachtliche Tiervermittlungen, um so unüberlegte Spontanentscheidungen zu verhindern. Selbstverständlich können sich jedoch Tierfreunde über Tierheim-Tiere informieren oder mit ihnen Gassigehen. Vermittelt werden die Tiere jedoch erst wieder nach den feiertagem.

 

Zehntausende Tiere werden in jedem Jahr in Deutschland ausgesetzt und abgeschoben. Rund ein Drittel davon waren nach Schätzungen von Tierschützern vorher einmal Glanzlichter unter einem Weihnachtsbaum. Deshalb warnt der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. in Kamp Lintfort vor dem Kauf von Tieren als Weihnachtsüberraschung. „Tiere sind besonders als Last-Minute-Geschenke völlig ungeeignet“, so ein BDT-Sprecher.

 

Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. weist auf die immer wieder kehrende Katastrophen-Spirale beim Weihnachtsgeschenk Tier hin: Unbedacht gekauft und verschenkt und dann ungeliebt abgeschoben – so das schreckliche Schicksal der Tiere. Ein Tier bedeutet viel Freude und Spaß, aber auch viel Verantwortung. Deshalb sollten vor dem Tierkauf einige wichtige Fragen geklärt sein. Hier die Ratschläge des Bundes Deutscher Tierfreunde: Wer trägt die Verantwortung? Wollen wirklich alle Familienmitglieder ein Tier? Darf ich in meiner Wohnung überhaupt ein Tier halten (Was sagt der Mietvertrag?)? Sind meine Lebensumstände für Tiere geeignet? Sind die Kosten, die ein Tier verursacht, auf Dauer zu bezahlen?

 

Auch kleine Hausgenossen wie oft unüberlegt und schnell gekaufte „niedliche“ Hamster oder Meerschweinchen sind nicht empfehlenswert. Hamster sind beispielsweise nachtaktiv und damit für Kinder völlig ungeeignet. Schnell verlieren die Kleinen die Lust an ihrem neuen pelzigen „Spielzeug“ und nicht selten wird es dann erbarmungslos „entsorgt“. Der Bund Deutscher Tierfreunde weist darauf hin, dass ein Hund etwa zehn bis 15 Jahre Familienmitglied bleibt. Er muss mindestens drei Mal am Tag vor die Tür. Braucht Pflege und Zuneigung. Wollen Kinder unbedingt ein Haustier, dann kann – beispielsweise mit einem Plüschtier – Verantwortung geübt werden. Besonders wichtig nach Auffassung der Tierschützer vom Bund Deutscher Tierfreunde: Kein unüberlegtes Handeln. Und wer wirklich ein Tier haben möchte, sollte sich in einem der Tierheime, beispielsweise beim Bund Deutscher Tierfreunde, informieren. Dort warten Tausende Hunde, Katzen und andere Tiere auf ein neues Heim. Mehr Informationen über das Thema finden Sie im Internet unter www.Bund-Deutscher-Tierfreunde.de.

Bosniens Straßenhunde brauchen dringend Hilfe

Rund 3.000 Streuner in derDisaster Relief Mission-Jamaica bosnischen Ortschaft Velika Kladusa kämpfen zu Beginn des eisigen Winters ums Überleben. Der Verein SOS für bosnische Streuner e.V. hat den Bund Deutscher Tierfreunde e.V. auf das Schicksal der Hunde aufmerksam gemacht. Der BDT mit Sitz in Kamp-Lintfort hat sich sofort zur Hilfe bereit erklärt und bereits erste Hilfsgüter nach Bosnien geschickt. Mehrere Tonnen Futter konnten bereitgestellt werden und erste Kastrationen wurden durchgeführt.

 

Grundlage des Hilfsprojekts ist eine großangelegte Kastrationsaktion, damit sich die Streuner nicht mehr explosionsartig vermehren. Schon bis Jahresende sollen rund 200 Hunde kastriert sein. Bei ersten Gesprächen mit den Behörden wurde auch von dieser Seite Hilfe zugesagt. Ein Grundstück für ein Auffanglager für die Tiere mit einer tierärztlichen Station soll zur Verfügung gestellt werden.

 

Die Situation war im Herbst eskaliert, weil die hungrigen Hunde in Häuser eindrangen und auch ein Kind verletzt haben sollen. Deshalb wurde zunächst für die Verpflegung der Tiere gesorgt. Futterstellen wurden eingerichtet. Diese werden von ehrenamtlichen Helfern vor Ort betreut. Der Einsatz der Menschen zeigt, dass die Aktion auch von der Bevölkerung unterstützt wird. Auch in der nächstgelegenen Tierklinik stieß der Bund Deutscher Tierfreunde auf offenen Ohren. Die Tierärzte erklärten sich bereit, für die Kastrationen Sonderkonditionen einzuräumen. Für 45 Euro kann jetzt ein Hund kastriert und mit den notwendigen Impfungen versorgt werden.

 

Besonders beeindruckt war das Team vom Bund Deutscher Tierfreunde von der Unterstützung und Hilfsbereitschaft durch die Bevölkerung und besonders der Kinder. Sie teilen selbst ihr letztes Schulbrot mit den Tieren. Gerade deshalb muss vor Ort geholfen werden, denn das Zusammenleben der Menschen, die selbst nur das Notwendigste zum Leben haben, mit den ausgesetzten Tieren funktioniert.

 

Die bisherigen Hilfsaktionen sind ein erster Schritt, doch rund 3.000 Hunde sind zu versorgen. Deshalb hat der Bund Deutscher Tierfreunde ein spezielles Spendenkonto unter dem Stichwort „Bosnien“ eingerichtet. Schon für 45 Euro kann ein Hund kastriert werden und für 75 Euro können 100 Kilo Hundefutter gekauft werden. Da keinerlei Verwaltungskosten anfallen, können 100 Prozent der Spenden für die Tiere eingesetzt werden. Spendenkonto: IBAN: DE04 3108 0015 0885 0835 01   BIC: DRESDEFF310.