Bund Deutscher Tierfreunde warnt vor Grippegefahr bei Haustieren

katze fensterDer Herbst mit den plötzlichen Temperaturstürzen ist die klassische Jahreszeit für die erste Erkältung – nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Haustieren, so der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz in Kamp Lintfort in Nordrhein-Westfalen. Wenn die vierbeinigen Hausbewohner – egal ob Hund oder Katze – den Fressnapf unbeachtet lassen und matt und abgeschlagen wirken, dann hat sie wahrscheinlich eine Erkältung erwischt. Auch ein möglicher Schupfen macht sich zunächst so, begleitet vom Niesen, bemerkbar.

Zunächst besteht kein Grund zur Panik, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Die meisten Haustiere werden mit einer Erkältung selbst fertig. Mit Rotlicht kann der Heilungsprozess gefördert werden, doch sollte das Tier mindestens 50 Zentimeter Abstand zur Lampe haben. Auf keinen Fall dürfen „menschliche“ Arzneimittel eingesetzt werden. Viele Substanzen darin können auch in kleinen Mengen für Haustiere gefährlich und sogar tödlich sein, so der Bund Deutscher Tierfreunde.

Besonders gefährdet sind Hunderassen, bei denen das schützende und wärmende Fell im Herbst noch mal kurz geschoren wurde und deren Besitzer sich scheuen, dem Tier ein Wasser abweisendes Mäntelchen anzuziehen. Man vergisst dabei, dass der Hund auskühlt, wenn er nicht in Bewegung ist. Gefährdet sind dann besonders diejenigen, die im kalten Auto warten müssen oder die vor dem Supermarkt angebunden werden. Auch das lange Herumstehen des nassen Hundes, wenn Frauchen eine Bekannte trifft und mit ihr ein längeres Gespräch führt, ist oft die Ursache von Erkältung und aufsteigender Blasenentzündung.

Als Vorsichtsmaßnahme empfehlen die Tierschützer vom Bund Deutscher Tierfreunde die kleinen Lieblinge nach dem Gassigehen oder dem Ausflug nach draußen bei Regenwetter trocken zu reiben. Und sollten Herrchen oder Frauchen erkrankt sein, sollten sie auch wenns schwer fällt die Nähe des Lieblings meiden. Auch Hunde oder Katzen können sich anstecken. Es heißt also: Kuscheln verboten – für ein paar Tage.

Macht sich bei den Haustieren Fieber bemerkbar oder hält die Erschöpfung an und das Fressen wird verweigert, hilft nur noch der Gang zum Tierarzt. Grundsätzlich sollte nicht zu lange gewartet werden, denn – so der Bund Deutscher Tierfreunde – beispielsweise der weit verbreitete Satz von der feuchten Nase beim Hund, die auf einen gesunden Hund hinweise, ist ein Irrglaube.

Katzen sind gegenüber Hunden wesentlich schlauer. Sie lassen sich nicht manipulieren. Trotzdem haben wir Menschen dafür zu sorgen, dass unsere frei lebenden Katzen im Winter einen warmen, gut isolierten Unterschlupf haben. Natürlich ist eine Katzenklappe an der Tür oder am Fenster viel besser, so dass das Tier ins Haus gehen kann, wann es will. Sonst kann es bei der Katze wie beim Menschen zu Gereiztheit kommen. Die meisten Stubentiger suchen sich völlig selbstständig „ihr“ warmes Plätzchen.

Tausende Menschen vereinen sich weltweit in Solidarität mit Elefanten und Nashörnern

Am Welttierschutztag haben sich Tausende Menschen in über 130 Städten auf der ganzen Welt in Solidarität mit Elefanten und Nashörnern zusammengefunden, so auch in München. Mit dieser Aktion wurde auf die dramatisch angestiegene Bedrohung für das Überleben der Elefanten und Nashörner in Afrika aufmerksam gemacht. Jährlich sterben mehr als 35.000 Elefanten und über 1.000 Nashörner durch Wilderei.

 Der Global March for Elefanten Aga Birgit_Hampl_DSC04818 kleinerElephants & Rhinos (GMFER) vereinte Menschen rund um den Globus, die sich gemeinsam auf die Seite der bedrohten Arten stellten. Eine Antwort auf die „#WhosSideAreYou“-Kampagne von United for Wildlife. Deren Präsident, Prince William, Duke of Cambridge, stellte beim Kampagnenstart fest: „Zweitausend vom Aussterben bedrohte Arten stehen kurz davor, für immer verloren zu sein. Es ist an der Zeit, die Seite zu wählen – die der bedrohten Tiere oder die der Kriminellen, die diese für Geld töten. Ich rufe die Menschen weltweit dazu auf, zu zeigen: Auf welcher Seite steht ihr?“

 In München versammelten sich engagierte Menschen zu einer Mahnwache als Teil des GMFER. Die Organisatoren setzten damit ein deutliches Zeichen und stellten sich auf die Seite der durch Wilderei bedrohten Elefanten und Nashörner. Unterstützt wurde die Münchner Mahnwache von der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V., Rettet die Elefanten Afrikas e.V. sowie dem Schauspieler Andreas Hoppe, der sich besorgt äußerte: „So ein Event muss man unterstützen, gerne und von Herzen. Elefanten und Nashörner sind unglaubliche, beeindruckende Lebewesen, die nicht aussterben dürfen. Überall gibt es die gleiche Bedrohung für Wildtiere, die Gier des Menschen auf immer mehr Platz und Geld hört nicht auf.“

 Laut den Organisatoren des Marsches war es noch nie so dringend wie jetzt, das Abschlachten der Elefanten für ihr Elfenbein sowie der Nashörner für ihr Horn zu stoppen. Obwohl Gesetze den internationalen Handel verbieten, hat die stete Nachfrage in den Abnehmerländern zu einem florierenden Schwarzhandel und ausufernder Wilderei von Elefanten und Nashörnern geführt. „Ohne Wildnis und Wildtiere, ohne Respekt vor der Schöpfung, wird der Mensch nicht überleben, denn er beraubt sich seines Ursprungs, seiner Herkunft. Er  ist ein Teil davon, aber eben auch nur ein Teil.“, betonte Hoppe.

Der illegale Wildartenhandel hat fatale Konsequenzen, denn:

–          Kriminelle Syndikate und international tätige Terrorgruppen, die sich oftmals über den illegalen Elfenbeinhandel finanzieren, bedrohen die Sicherheit und Stabilität weltweit.

–          In Ländern und Gemeinden, in denen der Tourismus die Haupteinnahmequelle darstellt, sehen Millionen von Menschen ihre Lebensgrundlage bedroht und blicken in eine Zukunft mit hohen Arbeitslosenraten und Armut.

–          Ein Rückgang der Einnahmen aus dem Tourismus kann in Entwicklungsländern zu einem erhöhten Bedarf an internationaler Hilfe führen, finanziert durch Steuerzahler weltweit.

–          Über 1.000 Wildhüter, die für den Schutz der bedrohten Arten im Einsatz waren, wurden in den vergangenen zehn Jahren in Ausübung ihrer Pflicht getötet.

 In München und weiteren Städten weltweit forderten Tausende besorgte Tierschützer verstärkte internationale Anstrengungen. Ohne internationale Zusammenarbeit auf politischer Ebene und effektiven Vollzugsmaßnahmen gegen Verstöße im Artenschutz, ist das Überleben dieser charismatischen Tierart nicht gesichert. “In nur 10 Jahren könnten die Elefanten in Afrika ausgestorben sein, wenn der illegale Handel mit Elfenbein und damit die Wilderei der Elefanten, nicht wirksam bekämpft wird”, fügt Birgit Braun, Geschäftsführerin der AGA, an. “Schlussendlich betrifft es jeden von uns, wenn die Bestände der Elefanten und Nashörner dezimiert werden, sei es emotional, wirtschaftlich oder moralisch.”

 

Quelle: Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V.

 

 

Welttierschutztag: Kastrationspflicht für Katzen gefordert

Der Bund Deutscher Tierfreunde hat vor dem Hintergrund der steigenden Zahl der verwilderten und ausgesetzten Katzen in Deutschland zum Welttierschutztag am Samstag eine einheitliche bundesweite Kastrationspflicht für Katzen gefordert. Schon jetzt gilt in mehr als 250 Städten und Gemeinden – in NRW beispielsweise in Bonn und Detmold – eine entsprechende Verpflichtung, doch reichen diese regionalen Regelungen nicht aus. Der Bund Deutscher Tierfreunde mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen begrüßte die Entscheidung der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern, die bis Ende dieses Jahres eine Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang verbindlich einführen will. Auch in Städten wie Bremen und Kassel gilt die Kastrationspflicht.

 

Auch in einigen EU-Katze Sand Wiese kleiner 1Staaten wie etwa Belgien oder Österreich wurden Halter von sogenannten „Freigängern“ zur Kastration verpflichtet. Kastration ist nach Auffassung von Tierexperten und Tierschützern die einzige Möglichkeit, die Flut an verwilderten Katzen einzudämmen. Regionale Regelungen auf Städte oder Gemeindeebenen sind zwar ein erster Schritt, so der Bund Deutscher Tierfreunde am Welttierschutztag, durch die ständig wachsende Zahl der ausgesetzten Katzen und die Wanderbewegungen der Tiere reichten sie jedoch. Ein Katzenexperte drückte es drastisch aus: Wenn nicht bald gehandelt wird werden Katzen die neuen Tauben – und die Taubenplage beschäftigt bereits viele Gemeinden.

 

Die nordrheinwestfälische Landesregierung spricht von rund zwei Millionen Katzen auf den Straßen in Deutschland. Rund 8,2 Millionen Katzen leben demnach in deutschen Haushalten. Andere Schätzungen sprechen von weitaus mehr freilebenden Katzen. Eine Zählung gibt es naturgemäß nicht. Auffällig ist, dass vermehrt Meldungen etwa bei der Zentrale des Bundes Deutscher Tierfreunde in Kamp-Lintfort über freilebende Katzenkolonien eintreffen. Verschärft wird das Problem durch nicht kastrierte Hauskatzen mit Freigang, die sich unkontrolliert mit freilebenden Katzen verpaaren. Bei einer ungehinderten Vermehrung droht eine „Katzen-Explosion“, so die Tierschützer vom Bund Deutscher Tierfreunde.

 

Die nordrheinwestfälische Landesregierung betont, dass eine etwa den österreichischen Regeln entsprechende Verordnung in Deutschland nur auf Bundesebene eingeführt werden könnte. Auch der Bund Deutscher Tierfreunde hält eine Regelung auf Bundesebene für die beste Lösung. In Österreich gilt: Werden Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie gehalten, so sind sie von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern das Tier nicht zur kontrollierten Zucht verwendet wird oder in bäuerlicher Haltung lebt. In Belgien gilt eine ähnliche Regelung.

 

Viele Katzenhalter scheuen wegen der hohen Kosten und wegen gesundheitlichen Bedenken die Kastration. Einige Gemeinden wollen deshalb die Kastration mit Zuschüssen fördern. Gesundheitliche Bedenken gibt es nach Auffassung von Tiermedizinern nicht. Der Bund Deutscher Tierfreunde lässt alle Katzen in seiner Obhut kastrieren und unterstützt auch andere regionale Initiativen beim Kampf gegen dien Katzenflut. Nur durch Kastration kann Tierleid schon im Vorfeld verhindert werden, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Der Bund Deutscher Tierfreunde betreibt zwei eigene Tierheime und unterstützt Tierheime und Tierschutzvereine im gesamten Bundesgebiet.

Mit Kaffeesatz Schnecken bekämpfen

Das teilweise regnerische Wetter hat in vielen Gärten eine Schneckenplage ausgelöst. Der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz in Kamp Lintfort in Nordrhein-Westfalen warnte Haustierhalter vor dem Einsatz von Schneckenkorn oder anderen Schneckengiften. Zwar steht auf den meisten Packungen der Hinweis, dass es für Haustiere nicht gefährlich sei, doch gibt es immer wieder schwere Vergiftungen. Stattdessen sollten natürliche Mittel wie beispielsweise Kaffeesatz angewendet werden.

Katze GartenNehmen Haustiere das im Garten ausgestreute Gift auf, können sie in wenigen Stunden qualvoll sterben, betonte der Bund Deutscher Tierfreunde. Wenn Katzen oder Hunde das Gift etwa ablecken oder über die toten Schnecken herfallen, wird es schnell sehr gefährlich. Speichelfluss, schnelle Atmung und Erbrechen sind häufige Symptome einer Vergiftung ebenso wie Lähmungen und Krämpfe. Vor allem bei Katzen besteht noch eine ganz andere Gefahr: Im Gegensatz zu Hunden ziehen sich die Samtpfoten zurück und verstecken sich, wenn sie leiden. Sie sterben dann oft unbemerkt in ihrem Versteck.

Welche Menge für das Haustier gefährlich ist, hängt von der Konzentration des Wirkstoffes Metaldehyd im Gift ab. Auch die Körpergröße des Tieres und der allgemeine Gesundheitszustand sind wichtige Faktoren. Für einen Mops oder einem anderen kleinen Hund kann der Verzehr von 10 Gramm Schneckenkorn bereits tödlich sein, betont der Bund Deutscher Tierfreunde. Aber auch kleinere Mengen können zu schweren Vergiftungserscheinungen führen. Etwa zwei bis drei Stunden nach Aufnahme des Giftes beginnt das Tier sich zu erbrechen. Dazu treten Krämpfe auf, die schließlich bis zur Bewusstlosigkeit führen können. Nur ein Tierarzt kann schnell – am besten innerhalb der ersten Stunden – helfen, so der Bund Deutscher Tierfreunde.
Der Bund Deutscher Tierfreunde empfiehlt zur Schneckenbekämpfung die bekannten Bierfallen oder Schneckenzäune. Auch natürliche Hemmschwellen um Beete mit Kalk, Sägespäne, Rindenmulch und Kaffeesatz mögen die Nacktschnecken nicht Außerdem fressen indische Laufenten mit Vorliebe die Schädlinge, genauso wie Igel. Die Enten kann man inzwischen sogar extra zur Schneckenbekämpfung mieten.

Quelle: Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

Aktion „Senioren-Tiernothilfe“

Älteren Tierbesitzern und besonders Rentner und Rentnerinnen leben in Deutschland leider häufig am Existenzminimum. Zudem sind sie nicht selten von der Außenwelt isoliert – ihre Haustiere sind in vielen Fällen die einzigen Wegbegleiter und „menschlichen Kontakte“. Die Renten der Senioren reichen meistens nur für das Nötigste, kommen hier unvorhergesehene Kosten dazu, geht nichts mehr.

Viele der älteren Tierbesitzer haben meist nur noch ihr Tier, Verwandte sind nicht vorhanden oder haben keine Zeit. Freund und Bekannte sind selber wegen ihres Alters nicht mehr zu Besuchen in der Lage oder sind schon verstorben. Hier ist nur noch das geliebte Tier, was Tag und Nacht die Sorgen und auch die Freude mit ihnen teil. Die Tiere spenden Trost, sie hören zu, sie nehmen und geben Zuneigung und Liebe, sie muntern auf und vertreiben die Einsamkeit. Wenn eine medizinische Behandlung ansteht und das Geld nicht reicht, wird diese Behandlung oft verschoben, bis es nicht mehr geht. Dieser Zustand bedeutet Elend und Leid für das Tier und den Tierhalter, denn der leidet mit. Dann muss oft das Tier abgegeben werden.

Das bedeutet aber

  1. Die meist älteren Tiere leiden und trauern unendlich unter der Trennung. Wir wissen aus eigenen Erfahrungen, dass das Tier sich soweit aufgeben kann, das sogar der Tod eintritt.
  2. Der Tierhalter, der mit seinem geliebten Tier alt geworden ist, leidet ebenfalls sehr und ist der Einsamkeit überlassen.
  3. Wir Tierschutzvereine können die vielen Tiere aus Platzmangel kaum aufnehmen und es entstehen teilweise hohe Kosten. Für eine besondere rund um Betreuung dieser Tiere fehlt auch das Personal. Die Vermittlung dieser älteren Tiere gestaltet sich schwierig, denn sie können nicht überall hin und die Anpassung an ein neues zuhause ist langwierig und schwer.

Die Aktion „Seniorenhilfe“ des BDT-Kooperationspartners Tiere in Not e.V. Bochum will dort helfen. Den Tierschutz ist auch Menschenschutz. Wenn das Tier in seinem geliebten Zuhause und bei seinem geliebten Menschen bleiben kann, ist allen geholfen. Das muss und soll das Ziel der Aktion sein. Die Tierschützer wollen die Tierhalter nicht aus ihrer Verantwortung für das Tier entlassen, so behält er seine

(manchmal einzige) Aufgabe und hat das Gefühl „Ich werde noch gebraucht“.

Die Aktion „Senioren-Tiernothilfe“ richtet sich an Senioren. Die Unterstützung erfolgt ausschließlich mit Sachleistungen wie: tierärztliche Behandlungen

(z. B. Impfungen, Zahnsteinbehandlungen usw.). Jede Unterstützung und auch weitergehende Leistungen werden in jedem Einzelfall geprüft und entschieden.Der Verein braucht für diese Aktion finanzielle Unterstützung und sucht Sponsoren.Jeder Bürger kann durch eine Spende zum Gelingen der Aktion beitragen. Das Spendenkonto bei der Sparkasse Bochum IBAN: DE14 430 500 010 043 408 699.

Nicht immer sind Senioren in der Lage, ihr Tier zum Arzt zu bringen und wieder abzuholen. Hierfür sucht der Verein ehrenamtliche Paten mit Fahrzeug, die dies und bei Bedarf andere Hilfestellungen übernehmen können. Interessenten können sich unter der Telefonnummer 0234/ 950 822 92 (Geschäftsstelle von Tiere in Not e.V. Bochum) melden.

Finger weg von exotischen Souvenirs

Jetzt im HerbstZoll und Artenschutz beginnt die Zeit der Fernreisen. Und vielen unbedarften Urlaubern droht eine Kostenfalle: Wer verbotene Souvenirs aus bedrohten Tier- oder Pflanzenarten mitbringt, kann kräftig zur Kasse gebeten werden. Tag für Tag fischen Zollbeamte an deutschen Flughäfen verbotene Souvenirs in den perversesten Formen aus deutschen Urlauberkoffern. Was in Bangkok oder auf Bali offen angeboten wird, kann trotzdem unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen, warnte der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) in Kamp-Lintfort. In Asien und Afrika werden beispielsweise besonders Geldbörsen, Taschen und Gürtel aus Krokodil-, Schlangen- oder Echsenleder auf Märkten und in Geschäften verkauft.

Das Washingtoner Artenschutzabkommen ‚CITES‘ schützt mehr als 3.000 Tier- und 30.000 Pflanzenarten, die in ihrem Bestand gefährdet oder von der Ausrottung bedroht sind. Wer geschützte Pflanzen und Tiere – ob lebend oder tot – schmuggelt, muss mit einem hohen Bußgeld oder einer Geldstrafe rechnen, sogar Gefängnis könnte drohen. Die Ausrede, man habe nicht gewusst, dass genau das eigene Mitbringsel eine geschützte Art ist, hilft nicht aus der Souvenir-Falle: Unwissenheit schützt auch in diesem Fall nicht vor Strafe.

In Afrika oder Asien sind Taschen aus Schlangen-Leder oder Kroko-Leder sowie Elfenbein auf jedem Markt zu finden. Deshalb gilt: Hände weg von Muscheln, Schneckengehäusen, Korallen, Elfenbein, Schildpatt, Fellen, Häuten, Schnitzereien aus Tropenholz und Gürtelschnallen aus Leguan-Leder usw. Diese Souvenirs werden beim Zoll beschlagnahmt und können zu Strafverfahren führen. Viele der Produkte wurden aus bedrohten Tier- oder Pflanzenarten hergestellt.

Bedenkenlos mitgenommen werden können Produkte aus Glas, Steinen, Kokosnuss-Schalen, Ton- und Korbwaren sowie Blech, Draht und ähnlichen Materialien. Bei Holz sollte man auf das FSC-Gütesiegel für Holz aus fairer Wirtschaft achten. Keine Probleme gibt es bei Töpferwaren, Stoffen aus Pflanzenfasern und Seide sowie anderen Textilien und traditionellen Handwerksprodukten aus den genannten Produkten.

Die Zahl der illegalen Einfuhren nimmt zu: Mehr als 20.000 geschützte Tier- und Pflanzenarten entdecken Zollfahnder im Jahr im Gepäck am Frankfurter Flughafen. Ein Großteil davon waren lebende Tiere. Oft werden auch nur Teile von geschützten Arten verarbeitet, etwa Elefantenhaar in einem Goldring oder Korallen in Ketten. Viele Touristen halten den Kauf für legal, aber auch die Einfuhr solcher Souvenirs ist verboten. Unter www.artenschutz-online.de finden sich im Internet aktuell zu jedem Land die notwendigen Informationen.

Aus Osteuropa importierte Welpen schleppen Staupe ein

Die in Deutschland lange als besiegt geltenden Tierkrankheiten wie Staupe oder Tollwut sind durch den ungeprüften Tierhandel mit beispielsweise Welpen aus Rumänien wieder auf dem Vormarsch. Der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. warnte vor dem ungeprüften Kauf von Hunden aus Osteuropa und besonders Rumänien. Viele der TieHund welpe augenre werden von selbsternannten Tierschützern ohne Voruntersuchungen nach Deutschland importiert und dort zum Verkauf angeboten. Vor der Hintergrund der Filme und Bilder der brutalen Hundefänger in Rumänien entschließen sich unbedarfte Tierfreunden oft zum „Mitleids-Kauf“, ohne zu wissen welche Gefahren drohen.

 

Fälle gibt es inzwischen in allen Landesteilen. Die für Hunde lebensgefährliche und hochansteckende Viruskrankheit Staupe hat beispielsweise drei aus Rumänien importierte Welpen in Villingen-Schwenningen Ende Dezember das Leben gekostet. Das Landratsamt des Schwarzwald-Baar-Kreises rief Hundehalter auf, ihre Tiere impfen zu lassen. An Staupe erkranken insbesondere Hunde und Füchse. Besonders gefährdet sind dabei Welpen und alte Hunde. Die Staupe beginnt beim Hund zumeist mit hohem Fieber, Mattigkeit und Fressunlust. Später kommen häufig Husten, Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen, Lähmungen, Krämpfe, blasiger Hautausschlag oder eine übermäßige Verhornung der Sohlenballen und des Nasenspiegels hinzu. Staupe ist nur schwer zu behandeln und führt häufig zum Tod der Tiere.

 

Die drei betroffenen Welpen waren nach Informationen aus Baden-Württemberg ohne Schutzimpfungen von Rumänien nach Deutschland verbracht worden und sind hier kurz nach ihrer Ankunft erkrankt. Trotz intensiver tierärztlicher Behandlung konnten die drei Welpen nicht gerettet werden und mussten aufgrund ihrer schweren Krankheitssymptome eingeschläfert werden. Nach Angaben der Veterinärmedizinischen Universität in Wien haben die eingeschleppten Krankheiten das Potential, sowohl Nutztiere und Wildtierpopulation zu gefährden als auch Menschen oder Haustiere, die mit diesen in Kontakt kommen. Auch das Institut für Tierpathologie der Freien Universität Berlin-Düppel warnte vor Staupe, die zudem nicht selten von Zuchthunden aus Polen eingeschleppt werde. Rund ein Dutzend Fälle jährlich würden registriert. Neben Staupe und Tollwut sind auch andere Tiererkrankungen durch den unkontrollierten Import im Vormarsch.

 

Der Bund Deutscher Tierfreunde rief die Verbraucher dazu auf, nicht aus purem Mitleid ungeprüft einen osteuropäischen Welpen zu kaufen. Viele Tierhändler tarnen sich inzwischen als angebliche Tierschützer und verkaufen diese Mitleids-Welpen. Konsumenten sollten sich genau informieren, ob alle veterinärmedizinischen Untersuchungen durchgeführt wurden. Dabei reichen die vorgezeigten Papiere der Tiere oft nicht, denn im Hundehandel gibt es zahlreiche gefälschte Bescheinigungen und besonders Impfzeugnisse. An einem Hundekauf interessierte Tierfreunde sollten sich zunächst an ein Tierheim oder einen Tierschutzverein ihres Vertrauens wenden und sich genau informieren, bevor sie einem illegalen Hundehändler aus Mitleid einen Welpen abkaufen. Mitleid ist die Verkaufsmasche dieser skrupellosen Händler. Informierte Verbraucher sind deshalb die beste Waffe gegen diese Form der Hundemafia.

 

Quelle: Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

www.Bund-Deutscher-Tierfreunde.de

Hilfe für Deutsche „Straßenhunde“

Egal ob aus Spanien, Griechenland oder Rumänien, Nachrichten über Probleme mit Straßenhunden hört man mittlerweile in Deutschland fast täglich. Um den Ländern zu helfen, werden immer wieder Aktionen initiiert, bei denen so viele ausländische Straßenhunde wie möglich nach Deutschland geholt werden, um ihnen hier ein besseres Leben zu ermöglichen und den Tod zu ersparen. Die so überführten Hunde werden dann im eigenen Land auf Tierheime, Tierschutzorganisationen und Pflegestellen verteilt, wo sie dann auf ihren endgültigen Besitzer warten. Leider häufig auch voreilig und ungeplant. Durchdachte Konzepte in diesem umstrittenen Bereich der ungeprüften Einfuhr von Streunern sind leider selten.

 

Leider passiert es immer wieder, dass derlei Hunde nach kurzem Deutschlandaufenthalt abhauen. Dies kann passieren, weil die Pflegestellen oder späteren Endbesitzer aus Zeit- und Platznot nicht gut gewählt werden und die Hunde zu unerfahrenen Menschen gebracht werden, oder auch aus einer Unachtsamkeit beim Transport oder auch in den Tierheimen heraus. Doch nicht nur solche Hunde irren dann teilweise wochen- oder monatelang orientierungslos auf den Straßen umher, sondern auch immer mehr deutsche Hunde, welche ihren Besitzern abhauen und dann nicht mehr einzufangen sind. All dies führt dazu, dass es mittlerweile auch in Deutschland immer mehr herrenlose Hunde gibt, die auf den Straßen umherirren.

 

Um solchen entlaufenen und umherirrenden Hunden und ihren Besitzern, egal ob Tierheim, Pflegestelle oder Privatperson zu helfen, hat es sich die Tierhilfs- und Rettungsorganisation in Neuried-Ichenheim in Baden-Württemberg, schon vor langer Zeit zur Aufgabe gemacht, derlei Tiere einzufangen und eigens dafür sogar eine spezielle, bis dato einzigartige Falle entwickelt. Die Falle dieser Tierschutzorganisation ist mit den üblichen Hundefallen nicht zu vergleichen und so konnten bereits viele Straßenhunde, bei denen keine der üblichen Methoden zum Erfolg geführt hat, von der Straße geholt und zu ihrem Besitzer zurückgebracht werden.

 

Um möglichst vielen herrenlosen Hunden in Zukunft helfen zu können, hat der Verein nun ein eigens für dieses Projekt angelegtes Konto eröffnet. Spenden, welche darauf einfließen, werden so ausschließlich für das Einfangen entlaufener Hunde benutzt.

Das Projekt „Hilfe für deutsche Straßenhunde“ und das dazugehörige Konto, sollen ermöglichen, dass alle umherirrenden Vierbeiner in Deutschland so schnell wie möglich wieder eingefangen werden können. Spendenkonto:

„Hilfe für Straßenhunde“, Volksbank Lahr e.V. , BIC              GENODE61LAH

IBAN  DE42682900000026081513

 

 

Quelle: Tierhilfs- und Rettungsorganisation in Neuried-Ichenheim